Grundsicherung: Bundesregierung bedrängt Mütter und Kinder
Es gibt Momente, da reicht das bloße Kopfschütteln nicht mehr aus. Da geht einem – wie man so schön sagt – die Hutschnur hoch. Was die Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz nun mit der neuen #Grundsicherung (dem Nachfolger des Bürgergelds) beschlossen hat, ist nicht nur politisch fragwürdig, sondern menschlich ein Armutszeugnis! Ein beschämendes Beispiel für schlechte Politik.
Der Plan: Erwerbszwang statt Erziehungszeit
Die Kernbotschaft der Reform, wie sie bei der Bundesregierung zu lesen ist, ist erschütternd: Erziehende sollen künftig bereits nach der Vollendung des ersten Lebensjahres ihres Kindes für den Arbeitsmarkt oder Eingliederungsmaßnahmen zur Verfügung stehen. Bisher lag diese Grenze beim dritten Lebensjahr.
Wir reden hier in der Regel von #Alleinerziehenden. Menschen, die ohnehin schon die Last von zwei Schultern allein tragen.
Die Realität: Wo sind die Strukturen?
Wer solche Gesetze schreibt, scheint den Kontakt zur Basis komplett verloren zu haben. Bevor man Mütter von Einjährigen in den Job zwingt, müssen elementare Fragen beantwortet werden:
- Wo sind die Krippenplätze? Wir haben in Deutschland einen massiven Mangel an Kita-Plätzen.
- Wo sind die Öffnungszeiten? Um in diesem teuren Land zu überleben, reicht ein Halbtagsjob oft nicht aus. Wo sind die Kitas, die 10 Stunden täglich verlässlich öffnen? Wer kann sie bezahlen?
- Wo sind die Arbeitgeber? Wer stellt bitteschön eine Mutter ein, deren Kind gerade erst ein Jahr alt ist und erfahrungsgemäß im ersten Kita-Jahr bis zur dritten Klasse ständig krank sein wird?
Das Kindeswohl bleibt auf der Strecke
Abgesehen von den fehlenden Strukturen: Was macht das mit unseren Kindern? Ein ein-, zwei-, dreijähriges Kind braucht Bindung, Sicherheit und die Nähe der Bezugsperson. Stattdessen sollen sie in die Ganztagsbetreuung abgeschoben werden, damit die Statistik stimmt?
„Niemals hätte ich meine Tochter mit einem Jahr (Foto) fremden Menschen zur Ganztagsbetreuung in die Hand gedrückt.“
Diesen Satz unterschreiben wahrscheinlich hunderttausende Mütter. Wir steuern auf ein psychologisches Desaster zu. Wo sind die Therapeuten, die das später auffangen sollen?
Die falschen Zahlen im Fokus
Besonders absurd wird es beim Blick auf die Statistik der Arbeitsagentur. Warum geraten ausgerechnet die Mütter so unter Druck, wenn die Arbeitslosenquote bei Männern (6,4 %) höher liegt als bei Frauen (5,9 %)?
Fazit: Würdelos und unsozial
Es wirkt fast so, als wolle man die Schwächsten der Gesellschaft als Sündenböcke für eine verfehlte Sozial- sowie Wirtschaftspolitik nutzen. Und das in einem Land, das händeringend nach #Nachwuchs sucht! Wer will in einem System Kinder bekommen, das die Mutter-Kind-Bindung so geringschätzt?
Ich selbst habe es nur durch die Selbstständigkeit geschafft, meine Tochter großzuziehen – und selbst das hat mich meine Nerven und meine gesamte Altersvorsorge gekostet. Wenn ich sehe, wie es heute Müttern geht, die gesundheitlich angeschlagen sind oder mehrere Kinder haben, blutet mir das Herz.
Dass eines der reichsten Länder der Welt seine Kinder und Mütter derart in Bedrängnis bringt, ist würdelos und 0,00 sozial. Herr Merz, diese Politik ist ein Drama für die Zukunft unserer Gesellschaft!
Wie siehst du das? Hast du selbst Erfahrungen mit dem Spagat zwischen Job und Kleinkind gemacht? Schreib es mir in die Kommentare, ggf. auch auf LinkedIn.
Quellen:
Zur Arbeitslosenquote Männer/Frauen, siehe Arbeitsagentur
Zur Grundsicherung, siehe Bundesregigierung.
PDF davon, siehe 2. Seite, 2. Absatz: Bürgergeld wird zur neuen Grundsicherung _ Bundesregierung











Was mich am meisten verwundert ist die fehlende Scham, Frauen insbesondere Müttern so etwas zu zumuten.
Nicht nur die ungerechten Sozialsysteme sind ein Grund keine Kinder zu bekommen. Ich ergänze noch Hebammenmangel, Fokus bei Geburt und Schwangerschaftvorsorge vor allem auf den Fötus und nicht Frau, immer noch ungerechte Besteuerung von Alleinerziehenden, fehlender Gewaltschutz sobald es ein gemeinsames Kind gibt, übereifrige Fachpersonen, die zusätzliche Arbeit verursachen.